Die Montage der Module auf Steildächern ist mit speziellen Haken, die unter den Ziegeln an die Dachpfetten befestigt werden, in der Regel kein Problem. Allerdings ist man dann auf die Ausrichtung des Daches fest angewiesen.

Die Aufständerung auf Flachdächern lässt Variationen der Modulausrichtung zu. Insbesondere ist die Neigung der Module frei wählbar, also optimal 250 oder 300. Oft wird nur eine Reihe von Modulen quer liegend aufgeständert, so dass von unten kaum etwas sichtbar ist, doch braucht diese Methode viele Dachstützpunkte. Weitaus geringere Anzahlen von Dachstützpunkten und damit Durchdringungen der Dachhaut erreicht man durch die Reihenanordnung von je 2 Modulen senkrecht übereinander, aber man hat dann Stützpunkte von bis zu 500 kg Gewicht je nach Abstand der Ständer zu verkraften. Ein Modul mit ca. 1m Breite und 1,67 m Höhe wiegt rund 22 kg.

Bei älteren Flachdächern mit Betondecke kann man die Ständer mit großem Gewicht auf die Betonoberfläche montieren, vorzugsweise über tragende Wände und auf die meist starken Attika-Abschlüsse der Außenwände. Die Durchdringung der Außenhaut verlangt eine sorgfältige Abdichtung an den Ständern. Häufig ist die Solaranbringung bei diesen Altflachdächern, die oft aus den 70er Jahren stammen, auch der Anlass zur Wärmeisolierung des Daches. Optimal ist dann die gemeinsame Anbringung der Solar-Ständer zusammen mit der Wärmeisolierung des Altflachdaches durch spezielles Ankleben von Mineralwollbahnen, geeignet für Dachbegehungen (z.B. Bondrock von Rockwool) und darauf Spezial-Ankleben von kaltverschweißten Dachfolien (z.B. FT-Rhepanol).

Bei modernen Industriehallendächern muss die zusätzliche Belastung genau berechnet werden unter Einbezug des Windeinflusses.

Bei Dächern mit Trapezblechen als tragende Dachfläche müssen die Stützpunkte auf die Binder als tragende Elemente des Daches angebracht werden. Meist haben diese einen großen Abstand voneinander, z.B. 6 oder 8m, was dann eine besondere Konstruktion der Ständer und ihrer Verbindungen aus Leichtmetall (Alu) erfordert, um diese Abstände zu überbrücken.

Hat das Dach aber eine Blechhaut mit Aufbördelungen aus Aluminium- oder Kupferblech, kann man mit Spezialklammen direkt auf den Bördelungen ansetzen, muss dann aber die Last gering halten durch Anordnung von einreihigen und querliegenden Modulen. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Aufstützpunkte enorm, was aber durch die elegante Lösung der Spezialklammern kein Problem ist, sondern nur den Montageaufwand erhöht.

In jedem Fall erfordert die Anbringung auf Flachdächern Erfahrung und Spezialkenntnisse.

 

 


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